Hast Du schon gewusst...

... der Angermünder Tierpark ist der einzige in der Uckermark. Er liegt nur wenige Kilometer südlich des Stadtzentrums von Angermünde und ein Besuch hier lohnt sich immer, denn jeder Altersklasse wird hier etwas geboten. Ruhige Spaziergänge in der schönen Parkanlage, ausgelassenes Toben auf dem Abenteuerspielplatz oder Lernen in der Zooschule. Der Tierpark bietet seinen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm und seinen 250 Bewohnern in 55 Tierarten ein schönes zu Hause.

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Erst Schnee, dann Regen und zum Schluss Überraschungen im Tierpark Angermünde - trotz des kalten Wetters blieben die Besucher der 21. MOZ-Osterfete nicht fern.

Angermünde: Am Morgen schneite es und die Ostereiersuche musste in den meisten Familien nach drinnen verlegt werden. Wer erst etwas später die Leckereien für die Kinder verstecken wollte, war auch nicht besser dran, denn nach den weihnachtlich anmutenden Schneeflocken folgte Regen. Ein echter Uckermärker lässt sich auch bei 7° die Osterlaune nicht verderben und so kamen immerhin noch 2000 Besucher (2016 waren es 5000) an diesem Nachmittag zur 21. MOZ-Osterfete in den Tierpark Angermünde. Der hatte einige Überraschungen parat, die Jung und Alt das schlechte Wetter schnell vergessen ließen.

Auf der Bühne übernahm Karin Büttner, Leiterin der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Crussow, die Moderation und führte durch ein buntes Show-Programm. Dennis Sonnenberg, der nun seit drei Jahren Chef des Tierparks ist, erklärte in seiner Eingangsrede, was in diesem Jahr alles noch verändert werden soll. So benötigen die Kaninchen mehr Auslauf und die Erdmännchen ein neues Gehege, um sich rundum wohlzufühlen. Hierfür fehlen 35.000 Euro, die durch Spenden und Eintrittsgelder zusammenkommen sollen. 20 freiwillige Helfer haben nach dem Winter den Tierpark hergerichtet, damit er sich zum Osterfest von seiner schönsten Seite zeigen kann, berichtete Dennis Sonnenberg und wies darauf hin, dass auch Anregungen und Kritik seitens der Besucher erwünscht seien, damit der einzige Tierpark der Uckermark noch attraktiver gestaltet werden kann.

Nach der Auftaktrede übernahmen die Schwedter Mädchen des Faschingsklubs des Betriebskrankenhauses (kurz: FC BKH) die Bühne und zeigten ihre Gelenkigkeit mit Auszügen aus dem Karnevalsprogramm und durch moderne Hip-Hop-Tanzeinlagen. Das Publikum war begeistert, freute sich aber auch auf den Höhepunkt des Nachmittags, die Taufe der zwei Wochen alten Zicklein. Namensvorschläge für die beiden Ziegenmädels sammelte Tierarzt Dr. Hans-Ullrich Reichel und die Vorsitzende des Tierparkfördervereins Melanie Stodtmeister brachte die Box auf die Bühne. Auf die Frage des Clowns Kaily aus Steinfelde: „Habt Ihr Euch auch alle an der Namensgebung beteiligt?“, riefen die Kinder laut und begeistert „ja“ und erzählten, wie die kleinen Wiederkäuer ihrer Meinung nach heißen sollten. Maja, Lisa, Lucy, mit all diesen Namen war Clown Kaily einverstanden. Als ein kleiner Gast aus dem Publikum den Vorschlag „Gisela“ vortrug, musste jedoch auch er lachen. Entschieden wurde nach dem Losverfahren. Die Tanzmariechen Emilia und Maresa zogen die Namen und somit auch die Gewinner einer Familienjahreskarte für das Strandbad Wolletzsee. So wurde Nele Kalk Namenspatin für das braune Ziegenbaby und Ralf Sonntag gab dem schwarzen Geschwistertier den Namen Susi. Doch der Siegener Unternehmer, der bereits die Patenschaft für den Ziegenbock Hennes übernahm, reiste nicht nur für die Taufe der kleinen Paarhufer aus Köln an. Er überreichte auch noch eine Spende von 5000 Euro, mit der er zum Erhalt des Tierparks beitragen will.

Nach diesem schönen Ostergeschenk für den Tierpark kam auch schon der nächste Sonnenschein des Festes: Die Einweihung des Nuckelbaumes direkt im Eingangsbereich. Das Schild am Baum wurde vom Jugendökohof Crussow entworfen und aufgebaut. Den ersten Nuckel durfte die Joachimsthalerin Henriette Skala dem Baum spenden. Umringt von Fotografen und Journalisten ließ sich die Vierjährige nicht beirren und hängte tapfer ihren Lieblingsschnuller an einen Ast. Weitere folgten im Laufe des Tages und es werden sicherlich noch viele Kinder ihre Gummi-Stöpsel dort verewigen. Jana Kalk von der Initiative „Kita mit Biss“ erklärte dazu: „Kinder können durch den zu langen Gebrauch des Nuckels Kieferfehlstellungen oder Sprachstörungen bekommen.“ Daher sei es doch eine gute Idee, den Schnuller in den Baum zu hängen und als Erwachsener den eigenen Kindern den Nuckel zeigen zu können“, beschrieb Dennis Sonnenberg die Idee dahinter. Wenn die Kleinen sehen, dass Mama oder Papa auch schon ihren Schnuller dem Baum geschenkt haben, werden sie ihren um so leichter abgeben und auf ihn verzichten, damit der Kiefer sich gesund ausbilden kann, ergänzen er seine Ausführungen und erklärt, dass sie extra einen Baum im Eingangsbereich ausgewählt hätten, damit jeder ihn gut erreichen kann.

Auf die Frage, um was für einen Baum es sich handele, gab es die schmunzelnde Antwort von Dennis Sonnenberg: „Da grübeln wir schon seit letzter Woche dran.“ Vielleicht kann diese Frage von Eltern, die mit ihren Kindern den Nuckelbaum bestücken in nächster Zeit gelöst werden? Nach den Tierpark-Highlights verteilte sich das Publikum über den gesamten Park. Der Reitverein Angermünde stellte ein Pony zur Verfügung, das gestreichelt und geritten werden durfte. Die Jugendfeuerwehr Greiffenberg stand interessierten Jugendlichen mit Antworten auf ihre Fragen zur Verfügung. Das Interesse an freiwilligem Engagement sinkt immer mehr und sorgt für Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr. Marcel Schwichtenberg vom hiesigen Naturkostladen „Wildblume“ schenkte gesunde Smoothies aus und präsentierte einen kleinen Einblick in sein Warensortiment regionaler Produkte. Zum Spielen lud auch die Strohburg vom Gut Zuchenberg ein, auf der Groß und Klein munter herumtollten und sich gegenseitig mit den getrockneten Halmen bewarfen. Nach dem Fest war für die Tiere vor dem Fest, denn diese durften das gedroschene rohfaserreiche Futtermittel hinterher auffressen.

Während in der Zooschule eifrig gebastelt und gemalt wurde, gingen die Schlagersänger Kerstin und Gregor auf die Bühne und coverten Lieder, wie beispielsweise „Die immer lacht“ von Kerstin Ott. Und während Clown Kaily noch Luftballon-Tierchen für seine kleinen Fans knotete, erklommen die Geschwister Sarah und Marie Svarovsky die Bühne. Martin Stolzenburg verfeinerte noch einmal die Tonübertragung und dann konnte der Tierparkfest-Abschlussgesang losgehen. Marie und Sarah begannen mit dem bekannten Titel von Namika „Hallo Lieblingsmensch“ und wollten ihren bis jetzt zweiten, gemeinsamen öffentlichen Auftritt mit der unbekannteren Künstlerin Lina Maly und ihrem Song „Schön genug“ beenden. Doch das Publikum wollte mehr von den beiden jungen Frauen hören und ließ die kräftigen Gesangsstimmen nicht so schnell von der Bühne. Da mussten die Kinder noch etwas Geduld aufbringen und auf die Preisvergabe für die Osterspiele des Angermünder Bildungswerks warten. Da der Regen doch noch einsetzte, verließen die Gäste langsam das MOZ-Osterfest, jedoch nicht, ohne vorher einen Schokohasen und ein buntes Ei vom Osterhasen erhalten zu haben. | Kena Hüsers

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