55 Jahre Tierpark – The Place to be in Angermünde

Wie alles begann

Während eines freiwilligen Arbeitseinsatzes im Jahre 1962 entstand zwischen der Angermünderin Magda Krüger und einigen Helfern die Idee, einen Tierpark zu errichten.

Die Idee schlug ein. Gemeinsam nahmen Handwerker*innen und Tierliebhaber*innen Baumaterial und Gerätschaften in die Hand, um die ersten Vogelvolieren aufzubauen.
Bald schon konnten eine blinde Schleiereule, ein Waldkauz, ein Turmfalke, ein kranker Rotmilan und ein schwächlicher Steinadler in ihr neues Zuhause übersiedeln. Magda Krüger kündigte ihren Job und wurde Angermünders erste Tierpflegerin. Mit der Zeit kamen immer mehr beflügelte und pelzige Bewohner hinzu. So schenkte der Eberswalder Zoo Ziegen und ein Waschbärenpärchen.
Die Besucher waren begeistert und die kleine, tierische Gemeinschaft wuchs schnell an, sodass Magda Krüger eine helfende Kraft an ihrer Seite brauchte und eine zweite Tierpflegerin eingestellt wurde. Dank der aktiven Gründungsmitglieder, wie beispielsweise Paul Trenn, der damalige Chef des Kalksandsteinwerkes, wurden die Gehege und Gebäude auf dem Gelände ausgebaut. Das Futter stammte von umliegenden Großküchen, die ihre Abfälle zur Verfügung stellten.

Mit vereinten Kräften tolle Feste auf die Beine stellen

Der Tierpark hat sich im Laufe der Zeit verändert und auch die Veranstaltungen haben sich den unterschiedlichen Jahrzehnten angepasst. Seit 1996 gibt es den „Verein für Freunde und Förderer des Angermünder Tierparks e.V.“, der mit der MOZ seit zweiundzwanzig Jahren die Osterfete organisiert. In diesem Jahr fiel sie wegen des starken Wettereinbruchs aus. Veranstaltungen wie der Wiesellauf und die Geburstagsfeier des Tierparks entschädigten die enttäuschten Gäste für die in den Schnee gefallene Osterfeier.

Die Privatisierung des Parks

Vor vier Jahren wurde der Tierpark privatisiert und Dennis Sonnenberg übernahm die Leitung. Im ersten Jahr hatte er mit einer großen Zahl von Todesfällen in den Gehegen zu kämpfen. Wahrscheinlich hatten streunende Katzen Viren übertragen, an denen die Tiere verendet sind. In solchen Fällen ist der Tierpark mehr denn je auf Spenden und Hilfen von außen angewiesen. So entstand bereits 2012 die Idee der Tierpatenschaft. Ein Jahr später wurde die Aktion „50 Tierpatenschaften zum 50.“ ausgerufen. Seit dem erklären sich mehr und mehr Bürger*innen und Betriebe bereit, sich finanziell an den Futtermitteln zu beteiligen. Dies ist besonders wichtig, weil der Tierpark sich eine große Aufgabe gestellt hat: Er ist am „Europäischen Erhaltungszuchtprogramm zum Schutz von Aussterben bedrohter Tierarten“ beteiligt.

Geburtstagsfeier am letzten sonnigen Sonntag im August

In den 55. Jahren des Bestehens sind viele Angermünder*innen mit dem Tierpark groß geworden und haben ihre persönliche Geschichte, die sie mit ihm verbinden. Hier wurden Freundschaften geknüpft, der/die Ehepartner*in bei einem Spaziergang durch den Park erobert, zahllose Kinderaugen haben das erste Mal staunend ein Dromedar oder einen Katta-Affen gesehen und Familien haben gemeinsam wunderschöne Tage mit einem Eis in der Hand verbracht. Der Tierpark ist nicht nur ein kleiner Zoo, der 250 Tiere in 55 Arten aus allen Kontinenten der Erde beherbergt, er ist auch Begegnungs- und Erholungsstätte und Veranstalter vieler schöner Events. Einmal pro Jahr wird es beim Wiesellauf, der dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag feierte, sogar sportlich. Ende August war die große Geburtstagfeier. Auf der Bühne spielte die Big Band „The Music Messengers“ und die Tanzgruppen der Uckermärkischen Musik- und Kunstschule gaben ihre Choreografien zum Besten. Das Gesangsduo „Willi & Co“ und die Comedy-Gruppe „Die Dobbiesisters & man“ unterhielten ihr Publikum. Natürlich durfte das lustige Bubble-Fußballspiel nicht fehlen. Kleine und große Attraktionen lockten zahlreiche Besucher an, sodass es mit den Parkplätzen eng wurde.

Kena Hüsers

Um die Webseite optimal gestalten und verbessern zu können, verwendet diese Webseite Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr Informationen Zustimmen