Hast Du schon gewusst, in Angermünde gibt es eine bunte Stadt & beim Straßenfest am 17.06.2017 kannst auch Du sie anmalen!

... in Angermünde gibt es ein Wohnquartier, das "die bunte Stadt" gennant wird. Weißt du wo sie liegt? In der Templiner Straße - nordwestlich vom Marktplatz gelegen. Sie ist ca. 663 m lang und bietet dir Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Busverbindungen, medizinische Einrichtung und vieles mehr ganz in ihrer Nähe. Die Wohnblöcke erstrahlen in neuen bunten Farben und sind von vielen Grünflächen umgeben. Der perfekte Ort zum Wohnen und bald auch zum Feiern.        

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Die große WG-Uckermark-Familie feierte ihren 60. Geburtstag


Am Sonnabend spielte der Angermünder Fanfarenzug auf und eröffnete mit seinem Einzug das Straßenfest zur 60.-Geburtstagsfeier. Viele Anwohner und weitere Gäste folgten der Musik und fanden sich auf dem Festplatz hinter den Wohngebäuden der Genossenschaft ein. Dort wurden alle Besucher von Holger Völz, Vorstandsmitglied der WG-Uckermark eG Angermünde, herzlich begrüßt. Die Jüngsten strömten auch gleich auseinander, um das vielseitige Spieleangebot mit Riesen-Lego-Steinen, Go-Kart-Parcours und Dosenwerfen zu nutzen. Die Eventagentur Zwergenfeier lockte die älteren Kinder mit 4er-Bungeetrampolin und die Zwerge unter den Gästen mit nostalgischem Dampfkarussell und Riesenseifenblasen. Wer sich erst an das Getümmel gewöhnen musste und das Treiben aus der Distanz heraus auf sich wirken lassen wollte, konnte die beiden Zicklein Nele und Susi, die im April bei der 21. MOZ-Osterfeier im Tierpark ihre Taufe empfingen, wiedertreffen und streicheln. Das Muttertier Rosi ließ sich ebenso mit Gemüsehäppchen verwöhnen und kraulen, wie ihre beiden Jungen, die seit der Taufe schon ordentlich gewachsen sind. Für Tierfreunde, die gerne einmal auf dem Rücken eines Pferdes über den Festplatz schauen wollten, stellte der Reit- und Fahrverein Angermünde seine ruhigsten Tiere zur Verfügung. Weit über den Festplatz konnte auch der Stelzenläufer blicken, der sich gerne mit Kindern und Erwachsenen fotografieren ließ. Das Dampfkarussell aus dem Jahre 1891 begeisterte besonderes die Kindergartenkinder. Früher wurde es noch mit Kohlen betrieben, heute besitzt es einen elektronischen Antrieb, der natürlich viel sauberer und leiser läuft. Die Figuren und das Karussell selbst sind im Originalzustand und wurden nur hier und da restauriert. Ohne Dampf lief auch die Eisenbahn, die den Kindern ebenfalls viel Spaß bereitete.


Während der Nachwuchs über das große Gelände tobte, fanden sich Anwohner, Familien und Freunde bei einem Becher Erdbeerbowle und einem Würstchen an den vielen Tischen und Bänken ein. Hier wurde geplauscht, gelacht und in Erinnerungen geschwelgt. Gute Zeiten haben die Anwohner, die die Anfänge der Wohngenossenschaft mitbekommen haben, in den Wohnungen erlebt. So saßen auch Lothar Stall und Adelheid Klinger gemütlich zusammen und freuten sich über die vielen Kinder, die auf dem Rasen spielten und mit Zuckerwatte über den Platz liefen. Lothar Stall berichtete, er sei mit seiner Familie 1963 eingezogen und hätte gleich die Nachbarschaft zu schätzen gewusst, weil sie von Anfang an zusammenhielt. Auch Adelheid Klinger erinnert sich gerne an die Zeit zurück, als die Kinder in den Wohnhäusern zusammen aufwuchsen, gemeinsam zur Schule gingen und sich nachmittags zum Lernen oder Spielen trafen.


„Die Wohnung hier zu bekommen, das war wie ein Sechser im Lotto“, erinnert sich Lothar Stall und seine Gesichtszüge zeigen, dass er viele schöne Bilder von damals im Kopf hat. Seine Nachbarin Adelheid Klinger nickt als er weiterredet: „Wir wollen nicht wieder raus, haben immer noch unseren Freundeskreis hier und fühlen uns wohl“. Die beiden befreundeten Rentner hoffen, dass neue Familien hinzukommen, die ihre Kinder genauso glücklich in der Wohngenossenschaft aufwachsen sehen, wie ihre Generation. Lothar Stall ist sich sicher, dass die neue Chefin das auch schaffen wird. Gemeint ist Nadine Celinger, die sich ebenfalls unter das Volk gemischt hatte und ordentlich mitfeierte. Sie freute sich, dass so viele Leute den Weg zum Straßenfest gefunden hatten und auch Besucher des Hirschschwimmens, das an diesem Tag am Mündesee stattfand, immer mal wieder vorbeischauten. „Die Organisation verlief gut. Ich hatte es mir genauso vorgestellt“, sagte sie und warf schelmisch ein: „Ich liebe es, wenn ein Plan aufgeht.“


Ja, der Plan ging auf, die Resonanz war groß und viele waren über die Organisation positiv überrascht. Die Praktikantin Melanie Schulz, die am Stand von Egon dem Schnellzeichner assistierte, war ebenfalls in bester Laune. Mit großem Spaß an der Sache lud sie Gäste ein, sich vom „kleinen Zille aus der Uckermark“, wie sich Egon selbst gerne bezeichnet, mit dicken Edding-Stiften karikieren zu lassen. Melanie Schulz wird noch bis Oktober ihr Praktikum bei der Wohnungsgenossenschaft absolvieren und dann ihre Umschulung als Kauffrau für Büromanagement beginnen.


Am Ende der Feierlichkeit wurde der Gewinner des Einkaufsgutscheins für das Oder Center in Schwedt ermittelt. Unter den Gästen, die an jeder Station der Spielstraße teilgenommen haben, gewann Familie Bürgel aus Angermünde den Gutschein über 50 Euro. Während die Eventagentur Zwergenfeier langsam ihre Sachen packte, saßen Anwohner und Besucher noch zusammen und plauderten weiter über alte aber auch neue Zeiten, die in der Wohnungsgenossenschaft anbrechen und schon viele Veränderungen mit sich brachten. | Kena Hüsers

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